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Arbeitsrecht

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat jüngst entschieden, dass ein ehrlicher Arbeitnehmer die Erwähnung von „Ehrlichkeit“ im Zeugnis dann fordern kann, wenn branchenüblich davon ausgegangen wird, dass das Fehlen dieses Wortes auf eine Unredlichkeit des Arbeitnehmers hinweist. Beispielsweise bei einer Kassiererin. Das Weglassen der „Ehrlichkeit“ ist für einen Arbeitgeber dann gerechtfertigt, wenn dem Arbeitnehmer ein vorsätzliches untreues Verhalten nachgewiesen werden konnte. Da das Zeugnis Fakten enthält und für den Arbeitgeber die Wahrheitspflicht gilt, reicht beispielsweise der Verdacht eines unredlichen Verhaltens nicht aus um von einem Ehrlichkeitsvermerk abzusehen.